Sanierung WBS-70-Wohnhaus Kaunaser Str. 10-16 und 18-24 mit Anbau eines Laubegangs

Zwei WBS-70-Wohnblöcke mit einem fast identischen Sanierungsprogramm: Aus einem typischen DDR-Plattenbau mit 4 separaten Treppenhäusern (natürlich ohne Fahrstuhl bei 6 Geschossen) soll ein einziges Wohngebäude entstehen, bei welchem alle Wohnungen altersgerecht über einen Fahrstuhl barrierefrei erreicht werden können. Wie kann man das umsetzen ? Man entkernt die alten Treppenhäuser, schafft dort durch schließen der Treppenschächte mehr Wohnraum, schafft neue Erschließungswege im Inneren (z.B. ein großzügiges neues "hohes Foyer") und baut an der Rückseite des Gebäudes einen Fahrstuhl und einen Laubengang aus Beton-Vollfertigteilen an. Insbesondere beim 2. Bauabschnitt (Nr.10) war es sehr zielführend, alle Beteiligten in möglichst frühen Planungs-und Ausführungsphasen in einen fachlichen Austausch zu bringen und so für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Als sehr nützlichen Nebeneffekt ist es uns gelungen, zusammen mit dem Betonwerk Hofmann GmbH Betonbau Gera neue Standarddetails für den Anschluss an das Bestandsgebäude zu entwickeln. Besonderer Dank gebührt Herrn Heyder als Vertreter der Bauherrschaft für seine freundliche, fachlich kompetente und zielführende Art, auch schwierige Probleme zu lösen. Ebenfalls Dank an das Prüfbüro Becher aus Weimar für die kenntnisreiche Begleitung, was spezielle Fragen zum DDR-Plattenbau angeht.

Leistungsphasen:

Genehmigungs-und Ausführungsplanung

Kaunaser Str.8 (10-16) bzw. 10 (18-24), 99427 Weimar
Bauherr: 
Weimarer Wohnstätte GmbH, Frauenplan 6, 99423 Weimar
Baujahr: 
2016
Architekt: 
Wendt Architekt und Ingenieur GmbH Weimar
Leistungsbereiche: 
Massivbau, Stahlbau, Sanierung